Notarkosten

Was die Gebühren für den Notar angeht, erwarten Sie zum Glück keine bösen Überraschungen, denn die Notarkosten sind gesetzlich festgelegt und zwar für alle Notare in Deutschland einheitlich im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Der Notar ist verpflichtet, diese Gebühren zu erheben – nicht mehr und nicht weniger. Gebührenvereinbarungen jeder Art sind unzulässig. Dies wird durch den Präsidenten des Landgerichts regelmäßig geprüft.

Einen Notar soll sich jeder leisten können. Deshalb liegt dem GNotKG ein soziales Gebührensystem zugrunde: Die Gebühren richten nach dem Wert des Geschäfts (sog. Wertgebühr) und nicht nach dem Arbeitsaufwand. Dadurch wird gewährleistet, dass jedermann die notarielle Beratung und Vertragsgestaltung in Anspruch nehmen kann, unabhängig von seinem Vermögen. Das GNotKG legt fest, wie der Geschäftswert für die Gebührenberechnung zu ermitteln ist. Dies ist zum Beispiel bei einem Kaufvertrag regelmäßig der Kaufpreis, bei Generalvollmachten das Bruttovermögen des Vollmachtgebers und bei Testamenten das Reinvermögen des Erblassers, wobei Schulden nur bis maximal zur Hälfte des Aktivvermögens abzugsfähig sind.

Der Gebührensatz hängt von der Art der Notartätigkeit ab: Für die Beurkundung einseitiger Erklärungen muss die volle Gebühr (1,0) berechnet werden, für Verträge und Beschlüsse kommt die doppelte Gebühr (2,0) zum Ansatz. Für Betreuungs- und Vollzugstätigkeiten des Notars beträgt der Gebührensatz oft 0,5.

Das notarielle Kostenrecht hat einen weiteren Vorteil für Sie als Bürgerin oder Bürger: Unsere Beratung einschließlich der Entwurfstätigkeit ist in der Beurkundungsgebühr enthalten, unabhängig von der Schwierigkeit, dem Aufwand oder der Anzahl der Besprechungstermine.

Wenn Sie gerne wissen möchten, was genau finanziell auf Sie zukommt, geben wir Ihnen gerne eine detaillierte Kostenauskunft für Ihre Beurkundung. Auf der Internetseite der Bundesnotarkammer finden Sie ferner Berechnungsbeispiele und einen Notarkostenrechner.